All Included

Aktuell

Auch nach Beendigung der »Werkschau All Included« wollen wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich kreativ mit Geschlechterrollen und vielfältigen Lebensweisen auseinanderzusetzen. Deshalb entwickeln wir ein mobiles Ausstellungsformat für den Einsatz im Klassenzimmer: All Included mobil.

All Included mobil wird aus mehreren Modulen bestehen und spannendes Material bereithalten: Objekte, Fotoboxen, biografische Mappen, Dokumente, Quellenmaterialien, Glossare und natürlich auch interaktive Stationen.
Begleitet von Teamer_innen des Jugend Museums, können die Schüler_innen in einem ungewöhnlichen Setting zu Geschlechterfragen und queeren Themen forschen, fragen, diskutieren.

Ergänzend zu All Included mobil soll es ein All Included Toolkit für Lehrkräfte geben, mit vielfältigen Materialien zur Weiterarbeit und mit einem Fragebogen für’s Feedback. Denn wir wollen wissen, ob das neue Format funktioniert und was wir verbessern können.

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai 2017 wird das All Included Package öffentlich vorgestellt. Dann startet eine erste Testphase mit Schulklassen. Wir sind gespannt!

ALL INCLUDED Programm 2017

Einen Überblick über unsere neuen Formate und Veranstaltungen 2017  bietet unser gedruckter Folder -  hier als PDF zum Download:

Veranstaltungen I April - Dez. 2017

2. April 2017 12 bis 15 Uhr

»Keiner unterscheiden kann, ob nu Weib iss oder Mann«
Claire Waldoff zum 60. Todesjahr
Lebensstationen der berühmten Chansonniere in Schöneberg
Führung mit Claudia von Gélieu | FRAUENTOUREN

mehr …

Claire Waldoff trat in Hosen, mit Krawatte und Bubikopf auf. Jedwede Konvention ignorierend, schuf sie neue Freiräume für Frauen. In ihren Liedern thematisierte sie zeitgenössische Frauen­fragen wie die mangelnde politische Repräsentation von Frauen oder Schönheits­operationen. Statt Glamour brachte sie die »Philosophie der Berliner Hinterhäuser« auf die Bühne. Sie bekannte sich dazu, dass sie Frauen liebte, verkehrte in der lesbischen Szene und lebte mit ihrer Partnerin Olly von Roeder in ihrer Schöneberger Wohnung.

Treffpunkt: U-Bhf. Nollendorfplatz, Halle

17. Mai 2017

Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie
Präsentation All Included mobil – Vielfalt des L(i)ebens

mehr …

Am 17. Mai 2017 stellen wir erstmals unser neues Bildungsangebot für Schulen vor. Es besteht aus dem Ausstellungsformat All Included mobil und dem ergänzenden All Included Toolkit für Lehrkräfte. Unser Team kommt in die Schule und begleitet die Schüler_innen beim Forschen und Erkunden der »Vielfalt des L(i)ebens«.

17. Mai 2017 um 18 Uhr

Queer durch Schöneberg
Eine Spurensuche im historischen Regenbogenkiez
Stadtführung mit Tobias Schwabe

mehr …

Seit Beginn der 1920er Jahre gehört die Gegend rund um den Nollendorfplatz zu den bekanntesten Regenbogenkiezen weltweit. Nirgendwo sonst in Berlin gab es eine solche Dichte einfacher Kneipen und Tanzdielen, mondäner Bars und exklusiver Tanzlokale für ein homosexuelles Publikum. Begeben Sie sich auf eine historische Spurensuche im Norden Schönebergs und erfahren Sie etwas über die Menschen und Stätten, die zwischen dem Ersten Weltkrieg und dem Machtantritt der Nazis das vielfältige schwul-lesbische Leben vor Ort prägten.

Treffpunkt: U-Bhf. Bülowstraße – Bülowstraße Ecke, Potsdamer Straße, vor dem Gebäude der Commerzbank

25. Juni um 14 Uhr

Von Dielen und Clubs – Homosexuelles Leben im Schöneberg der zwanziger Jahre
Geführte Tour mit Audiobeiträgen

Führung mit Fabian Eckert

mehr …

Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs war zumindest in den deutschen Großstädten ein selbstbestimmteres Leben für Homosexuelle möglich. Eine Vielzahl von Kneipen, Clubs und Bars eröffneten, homosexuelle Zeitschriften erreichten hohe Auflagen. Doch die gesellschaftliche Ablehnung der Homosexualität blieb ebenso wie die juristische Kriminalisierung bestehen. Im Rahmen der geführten Audiotour können die Teilnehmenden sich auf historische Spurensuche begeben und mehr über die homosexuelle Geschichte Schönbergs erfahren.

Bitte laden Sie sich für die Tour den kostenlosen Audioguide herunter und bringen Sie ein Abspielgerät mit.
https://historylab.jimdo.com

Treffpunkt: Dennewitzplatz

23. Juli um 12 Uhr

»Jenseits der Heteronormativität – auf den Spuren der Geschichte von Lesben und Trans*Personen in Schöneberg«
Queerer Stadtspaziergang mit Andrea Heubach

mehr …

Bei diesem Stadtspaziergang werfen wir einen besonderen Blick auf die queere Geschichte (West-)Berlins und auf die Lebensrealitäten von homosexuellen Frauen und Trans*Personen
im Laufe des letzten Jahrhunderts – ihre rechtliche, ökonomische und soziale Situation und die Frage der politischen Allianzen. Welche Spuren sind im heutigen Schöneberg noch zu finden?
Treffpunkt: U-Bahnhof Nollendorfplatz, Eingangshalle

19. August 2017 ab 18 Uhr

Zur Langen Nacht der Museen im Jugend Museum:
Queere Lebensweisen - Präsentation des neuen Formats All INCLUDED! mobil

mehr...

»Gender« ist heute ein vielgebrauchtes Wort. Was aber meint es genau? Warum tragen Mädchen rosa? Gab es schon früher Trans*menschen? Und ist queer das neue schwul? Mit dem fünfjährigen Modellprojekt »ALL INCLUDED« geht das Jugend Museum gemeinsam mit Berliner Schulen solchen Fragen nach und engagiert sich für die Wertschätzung vielfältiger Lebensweisen.

Im Juni wurde das Projekt mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung 2017 ausgezeichnet. Zur Langen Nacht der Museen ist die BKM-Präsentation des Projekts im Schloss Genshagen noch einmal im Aktionsraum des Jugend Museums zu sehen. Besucher*innen können die verschiedenen Module und Materialien zu queeren Lebensweisen kennenlernen und selbst ausprobieren, die ab September im neuen Format All Included mobil im Klassenzimmer eingesetzt werden.

 

21. November 2017

Präsentation Rollencheck

1. Dezember 2017

Eröffnung des Fotoprojekts »Non-Binary«
Im Zentrum des Projekts steht die Fotoserie »Non-Binary Identity« der jungen Fotografin Rebecca Hirschmüller. Begleitend zur Ausstellung im Jugend Museum gibt es im Januar 2018 Workshops für Schulklassen.

mehr …

Über Soziale Netzwerke hat Rebecca Hirschmüller nach Leuten gefragt, die sich selbst als Non-Binary bezeichnen. Fünfzehn Menschen waren bereit, ihr ein Interview zu geben und sich portraitieren zu lassen. »Mit meiner Fotoserie möchte ich die verschiedenen Facetten zeigen, die sich innerhalb des Genderspektrums befinden.«

Die Fotos und Zitate in der Ausstellung sollen Ausgangspunkt sein für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Geschlechterrollen und Identität. Rebecca Hirschmüller wird zusammen mit dem Team des Jugend Museums Foto-Workshops für Schulklassen durchführen.