All Included

Das Projekt

»Gender« ist heute ein vielgebrauchtes Wort. Was aber meint es genau? Warum tragen Mädchen rosa? Können homosexuelle Paare richtig heiraten? Gab es schon früher Trans*menschen? Wie leben Regenbogenfamilien? Und ist queer das neue schwul? Mit seinem Modellprojekt »All Included« ging und geht das Jugend Museum gemeinsam mit sechs Partnerschulen in Schöneberg solchen Fragen nach.

Die Schüler_innen recherchierten in Archivmaterialien, gingen im Kiez auf Spurensuche, führten Gespräche mit Expert_innen, interviewten Leute auf der Straße und trafen Menschen mit ungewöhnlichen Lebenswegen und Geschlechtsidentitäten. Sie machten sich Gedanken über Geschlechtergerechtigkeit und Rollenbilder, überprüften gesellschaftliche Klischees und eigene Vorurteile. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind in einer vielgestaltigen Werkschau zu sehen, die auch dazu einlädt, selbst Position zu beziehen und kreativ zu werden.

Workshops

Das Jugend Museum bietet über die gesamte Laufzeit von »All Included« spannende Workshops zum Thema Geschlechtergerechtigkeit und vielfältige Lebensweisen an. Wir starteten im April 2015 im Jugend Museum mit dem Workshop »Think Outside the Box«. Im Mai und Juni tourten wir mit dem JuMuMobil über sechs Schulhöfe. In den Sommerferien fanden Ferienworkshops zum Thema »Identität« statt und im Anschluss führen wir eine Reihe von mehrtägigen Geschichts- und Lernwerkstätten für unsere Partnerklassen durch.

Die Workshops sind altersgemäß zugeschnitten. Sie ermöglichen Grundschulkindern einen spielerischen Einstieg in das Thema und regen Jugendliche dazu an, sich differenziert mit vielfältigen Lebensweisen auseinanderzusetzen.

»Think Outside the Box«

Im Mittelpunkt des Workshops »Think Outside the Box« stand die Auseinandersetzung mit dem Thema »Vielfalt und Geschlechterrollen«. Das Projekt bot Raum, Klischees und Rollenzuschreibungen zu hinterfragen und eigene Vorstellungen jenseits von Zuschreibungen oder Schubladendenken zu entwickeln. Dabei ging es um Fragen wie: Was ist für dich »typisch Mädchen / typisch Junge«? Was gefällt dir daran? Was stört dich? War blau schon immer eine »Jungen-Farbe«? Dann waren die Kinder aufgefordert, selbst kreativ tätig zu werden. Sie gestalteten ihre eigene »Box« und entwickeln Theaterszenen, die abschließend präsentiert wurden.

Schüler_innen der John-F.-Kennedy-Schule, Klasse 5e und der Richard-Schule, Klasse 5a

All Included on Tour

Im Mai und Juni 2015 kam unser Museumsteam mit dem JuMuMobil auf die Schulhöfe von sechs ausgewählten Partnerschulen in Schöneberg. Auf jedem Schulhof stand der Wagen eine Woche lang und bot jeweils zwei Klassen einen spannenden Einstieg in das Thema. In den Pausen und vor und nach der Schule war der Museumswagen für alle Neugierigen offen.

Was es im JuMuMobil zu sehen und zu erleben gab? Zum Beispiel eine »Multiple Box«, in der man aus ganz vielen Dingen ein Selbstportrait bzw. eine Wunschfigur gestalten konnte. Oder eine Relax-Lounge für die entspannte Begegnung mit ungewöhnlichen Menschen und Lebensgeschichten.

mit den Grund- und Sekundarschüler_innen der sechs Partnerschulen des Jugend Museums: Grundschule am Barbarossa-Platz, Löcknitz-Grundschule, Teltow-Grundschule, Georg-v.-Giesche-Schule, Gustav-Langenscheidt-Schule, Robert Blum Gymnasium

Ferienworkshops

In den Sommerferien bot das Jugend Museum drei Ferienworkshops im Rahmen des Modellprojekts »All Included« an. Sie richteten sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren und waren kostenlos.

Mach dir selbst ein Bild!
Hier ging es um Hosen tragende Frauen vor 100 Jahren, um die Farbe Rosa, um Lieblingsklamotten und Rollenspiele in verschiedenen Kostümen.

Total normal, oder?
In diesem Workshop lernten die Kinder die Bewohnerinnen und Bewohner der VILLA GLOBAL kennen und entdeckten, was sie zu etwas Besonderem macht. Gefragt nach den eigenen Besonderheiten erarbeiteten sie ein Tanzstück über ihre Stärken.

Typisch Mädchen? Typisch Jungs?
Dieser Workshop beschäftigte sich am Beispiel der VILLA GLOBAL mit Rollenzuschreibungen.
Es wurden eigene Theaterszenen erarbeitet, in denen es darum ging, sich in andere hinein zu fühlen.

Lernwerkstätten

Im September 2015 starteten mehrtägigen Lernwerkstätten für die Klassen unserer sechs Partnerschulen. Sie sollten die Themen und Erfahrungen, die mit dem JuMuMobil gemacht wurden, vertiefen und kreativ weiterführen.

»Gender Check« 
Geschlechterrrollen und damit verknüpfte Erwartungen zu hinterfragen und über eigene Vorstellungen und Wünsche nachzudenken, darum ging es im Workshop. Aber auch Kreativität war gefragt, denn das Ganze wurde künstlerisch umgesetzt. Als Ergebnisse entstanden Legetrickfilme, Fotoporträts und Geschichten im Rahmen einer Schreibwerkstatt.
Mit Schüler_innen des Robert Blum Gymnasiums, Klasse 8b.

Queeres Schöneberg
Schöneberg gilt als »Schwulenkiez«, besonders die Gegend um die Motzstraße. Hier gab es schon vor fast hundert Jahren Nachtclubs, in denen Männer in Frauenkleidern und Frauen in Männerkleidung verkehrten. Hier feiern jedes Jahr tausende Menschen das lesbisch-schwule Straßenfest. In diesem Workshop erkundeten die Kinder als Kiezreporter_innen das queere Schöneberg von früher und heute. Sie studierten Infokarten und machten sich schlau, sie führten Interviews mit Expert_innen und recherchierten vor Ort. Dann erstellten sie Storyboards, aus denen vier Radio-
Reportagen mit Bildern entstanden.
Mit Schüler_innen der Löcknitz-Grundschule, Klasse 6c.
In Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und der FU Berlin.

»We are Family!«
Familie ist für Kinder ein wichtiges Thema, deshalb drehte sich dieser Workshop um Familienbilder und –konstellationen. Es ging um die eigene Familie, um Wunschfamilien, um ungewöhnliche Familien – und auch um die Liebe. Zum Einstieg sahen die Kinder ein Theaterstück der Gruppe »Rosa Falten«. Am nächsten Tag stand ein Besuch im Regenbogenfamilienzentrum des LSVD in Schöneberg auf dem Programm. In kleinen Gruppen entwickelten die Kinder dann eigene Geschichten zum Thema schwule Liebe und Regenbogenfamilie und gestalteten dazu Legetrickfilme.
Mit Schüler_innen der Teltow-Grundschule, Klasse 4c. In Kooperation mit den »Rosa Falten« und dem Regenbogenfamilienzentrum des LSVD.

»Deine Freiheit, meine Freiheit«
Wofür stehe ich ein, was finde ich unfair, was will ich ändern? Nach dem Motto: »Für sich selbst und andere stark machen!« geht es in diesem Workshop darum, verschiedene Formen von Diskriminierung wahrzunehmen, Vorurteile abzubauen – und es geht um Empowerment! Die Jugendlichen treffen auf Aktivist_innen und lernen Organisationen kennen, die sich für die Rechte von LSBTI* engagieren. Sie beziehen selbst Position und gestalten Demo-Transparente, schreiben Texte und rappen.
An diesem Workshop haben zwei verschiedene Klassen der Georg-von-Giesche-Schule gemeinsam teilgenommen: die Europa-Klasse 8f und die Sekundarschulklasse 9c.

Queer leben
Der Workshop fragte nach biografischen Erfahrungen von queeren Menschen. Zunächst mit einem Blick zurück in die 1970er Jahre. Sehr spannend dann die persönlichen Begegnungen mit queeren Leuten heute: Tatjana Meyer, Marcel Danner und DJ Ipek antworteten in Interviews mit den Jugendlichen auch auf Fragen, die man sich sonst nicht zu stellen traut. In Foto-Stories und Comics griffen die Jugendlichen das Thema auf und erfanden eigene Geschichten.
Mit Schüler_innen des Robert Blum Gymnasiums, Klasse 9a.

Trans*menschen
Das Thema Trans* hatte die Klasse schon während der Projekttage im JuMuMobil interessiert. Doch blieb keine Zeit, sich genauer damit zu beschäftigen. Das wollten wir nun in dieser Lernwerkstatt tun. Eines der Ziele war sichtbar zu machen, dass Trans*menschen nicht außerhalb der Gesellschaft lebten und leben, sondern mitten unter uns. Die Kinder bekamen den Auftrag, eine imaginäre Zeitreise zu unternehmen.
Als Forschende sollten sie Trans*personen in unterschiedlichen Zeiten aufsuchen und interviewen. Neben dieser historischen Reise stand die »echte« Begegnung mit Trans*menschen, die zum Interview ins Jugend Museum kamen. Der Verlauf und die Ergebnisse der Recherchen und Gespräche wurden in Logbüchern festgehalten.
Mit Schüler_innen der Grundschule am Barbarossaplatz, Klasse 6b.

Produkt der Zukunft
Lassen sich Eigenschaften und Aktivitäten einem Geschlecht zuordnen? Nicht so einfach! Was wird von Jungs erwartet, was von Mädchen? Welche Produkte gibt es für sie? Und was denken die Leute auf der Straße darüber? Der Höhepunkt: selbst ein tolles Produkt der Zukunft erfinden und einen Werbespot dazu drehen – Aktion!
Mit Schüler_innen der Löcknitz-Grundschule, Klasse 5a.

Gender Marketing
Was haben Geruch, Geschmack oder Farben mit Geschlecht zu tun?
Gibt es männliche und weibliche Düfte? Was ist ein Unisex-Parfum?
Können Jungen Röcke tragen? Muss man die perfekte Figur haben, um sich schick zu kleiden? Welche Schönheitsideale und Geschlechterrollen sehen wir in den Medien, in der Produktwerbung und in der Mode?
Solche Fragen standen im Mittelpunkt der beiden dreitägigen Workshops. Die Jugendlichen analysierten Modezeitschriften, führten Straßeninterviews durch, setzen sich mit Farben, Formen und Gerüchen auseinander und erforschten, wie diese im Marketing gezielt eingesetzt werden, um bestimmte Zielgruppen anzusprechen. In einer »Feldforschung« untersuchten sie in einer Drogerie, einem Supermarkt, einem Warenhaus und einem Kostümgeschäft, welche Produkte für wen angeboten werden, und wie sie vermarktet werden.
Mit Schüler_innen der Klasse 8-3 und der Klasse 10-1 der Gustav-Langenscheidt-Schule.

Queer Fashion
Kann eine 60-jährige Frau Minirock tragen oder ein Junge ein Kleid?
Muss man dünn sein, um sich schick zu kleiden? Welche Schönheitsideale und Geschlechterrollen sehen wir in den Medien und in der Mode?
Um solche Fragen ging es in dem Workshop »Queer Fashion«. In den vier Tagen analysierten die Schüler_innen aktuelle Modetrends, forschten zu Mode und Schönheitsidealen früher und heute, diskutierten über geschlechtsneutrale Mode. Die Highlights: selbst Kleidung und Accessoires entwerfen und als Mode-Redakteur_innen drei großformatige Magazine zum Thema »Queere Mode« herstellen.
Mit Schüler_innen der Grundschule am Barbarossaplatz, Klasse 6a.

Die Werkschau

Eröffnung: 14. April um 19 Uhr

Begleitprogramm APRIL bis JULI 2016:

DO 21.4. | 19 UHR

»Im Namen der Bibel«

(Originaltitel: FOR THE BIBLE TELLS ME SO, Dokumentarfilm USA 2007)
Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Daniel Karslake

Autor und Regisseur Daniel Karslake zeigt in seinem preisgekrönten Film, wie religiöse Hardliner in den USA die Bibel zur Stigmatisierung und Verfolgung von Schwulen und Lesben instrumentalisieren und beweist, dass Religion und Homosexualität sehr wohl vereinbar sind. Die Fokussierung auf Eltern, die zu ihren schwulen oder lesbischen Kindern stehen, macht die Dokumentation zu einem kraftvollen, positiven Film, der klare Antworten gibt. Zurzeit arbeitet Karslake an einer Fortsetzung des Films mit dem Titel »Denn wir wissen nicht, was wir tun«. Karslake lebt mit seinem Ehemann Russ Anderson in Berlin.

Im Anschluss an den Film laden wir zum Gespräch mit Daniel Karslake ein.

MO 9.5. | 18–2o UHR

Auf dem Weg zu einer bundesdeutschen lesbischen Emazipationsbewegung?

Die Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin Anfang der 1970er Jahre
Vortrag von Julia Wigger im Rahmen der Reihe »Museum und Forschung«

Lesbische Frauen haben in der Bundesrepublik eine gewisse Sichtbarkeit erlangt. Hierin zeigen sich die Errungenschaften der – in den 1970er Jahren einsetzenden – lesbischen Emanzipationsbewegung. Jedoch ist über die Kämpfe, Niederlagen und Erfolge dieser Bewegung nur wenig bekannt. In ihrer Masterarbeit widmet sich Julia Wiggers den Anfängen der Bewegung in West-Berlin und fragt nach den Impulsen, die von der Frauengruppe ausgingen.

Ein Kooperationsprojekt mit dem Public History Master der Freien Universität Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

DI 17.5. | 17–21 UHR

Queere Flüchtlinge

Eine Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie
Gewalttätige Verfolgung von Homosexualität und Transidentität verursacht Flucht und gilt als Asylgrund. Aber häufig setzt sich für queere Flüchtlinge die in ihren Heimatländern erlittene Gewalt auf der Flucht und nach ihrer Ankunft in Deutschland fort und sie gelten als besonders schutzbedürftig.

17–18 UHR Kurator_innen führen durch die Werkschau »All Included«
18–19:30 UHR Information und offenes Gespräch über die Situationvon queeren Geflüchteten in Berlin, gemeinsam mit dem LSVD Berlin-Brandenburg
19:30 UHR »A Jihad for Love«. Film von Parmez Sharma über homosexuelle Muslime (Fassung mit deutschen Untertiteln, 2008)

In Kooperation mit dem LSVD Berlin-Brandenburg

SO 22.5. | 12–18 UHR

Internationaler Museumstag

Programm

12+16 UHR
Kinder und Jugendliche führen durch die Werkschau »ALL INCLUDED«

13–15 UHR
Schreibwerkstatt im Aktionsraum

15 UHR
»Prinzessin Tim« Theaterstück mit Musik für Menschen ab 2 Jahren

17 UHR
»KUMU HINA. A Place in the Middle« Der Dokumentarfilm aus Hawai erzählt von dem Mädchen Ho’o und ihrem Traum davon, beim Hula-Tanz bei den Jungen mitzutanzen. Ho’o ist ein »Tomboy«, »halb Mädchen, halb Junge«, wie ihre Freunde sagen.

DO 16.6. | 19 UHR

Coming Out – Und dann?

Vortrag von Dr. Claudia Krell

In einer bundesweiten Studie zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind über 5.000 Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zu ihrem Leben und ihren Erfahrungen befragt worden. Erste Ergebnisse des vom DJI durchgeführten Forschungsprojektes sind in der Broschüre »Coming-out – und dann ...?!« zusammengefasst, differenzierte Ergebnisse sollen 2016 in einer Buchpublikation veröffentlicht werden. Wir haben Frau Dr. Claudia Krell, eine der beiden Autorinnen, eingeladen, aus erster Hand Einblick in die Forschungsergebnisse zu geben und über die Lebenssituation queerer Jugendlicher und junger Erwachsener zu berichten.

Vortrag mit anschließender Möglichkeit zur Diskussion.

SO 12.6. | 15 UHR
FR 22.7. | 18 UHR

Jenseits der Hetero-Normativität

Queere Stadtführungen
Mit dem Stadtspaziergang werfen wir einen besonderen Blick auf die lesbische Geschichte (West-)Berlins und damit auf die Lebensrealitäten homosexueller Frauen im Laufe des letzten Jahrhunderts – ihre rechtliche, ökonomische und soziale Situation und die Frage der politischen Allianzen. Wie viele Spuren lesbischen Lebens sind im heutigen Schöneberg noch zu finden?

Führung mit Andrea Heubach, FRAUENTOUREN
Treffpunkt: U-Bahnhof Nollendorfplatz, Eingangshalle

DO 23.6. | 18 UHR
DO 21.7. | 18 UHR und 19:30 UHR!

Der Regenbogenkiez rund um den Nollendorfplatz

Queere Stadtführungen
Der Nollendorfplatz und seine Umgebung gehören historisch wie gegenwärtig zu den weltweit bekanntesten Regenbogenkiezen.
Bedeutende Namen der deutschen Kulturgeschichte sind mit diesem Kiez verbunden, wie Else Lasker-Schüler, Erwin Piscator, Erich Kästner, der hier einen Teil seines Kinderbuches »Emil und die Detektive« spielen lässt, oder Christopher Isherwood. Die Orte des Vergnügens wurden während des Nationalsozialismus zu Orten der Verfolgung. Erst mit dem Ende staatlicher Verfolgung entwickelte sich der Kiez wieder zu einem Zentrum der LGBT*-Community und zur Touristenattraktion.

Führung mit Florian Filtzinger
in Kooperation mit dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt MANEO
Treffpunkt: MANEO, Mann-O-Meter e.V., Bülowstraße 106

Veranstaltungen

DO 13.10. I ab 16 Uhr

Fachaustausch und Fest

16–18 Uhr Fachaustausch
ab 19 Uhr Party

Das Modellprojekt »ALL INCLUDED – Museum und Schule gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt« hat die ersten Etappen hinter sich: eine Reihe von Projekttagen und Lernwerkstätten sowie die Werkschau im Jugend Museum. Über 1.500 Kinder und Jugendliche und jede Menge Einzelbesucher_innen haben sich mit vielfältigen Lebensweisen beschäftigt. Bevor wir in die nächste Runde gehen, wollen wir auswerten und uns mit Fachleuten austauschen. Wie ist der aktuelle Diskurs? Welche Ergebnisse gibt es schon vom begleitenden Universitätsprojekt »VieL*Bar«? In welche Richtung wird es weiter gehen?


Geladen sind Projektpartner_innen, Expert_innen und Interessierte, um auszuwerten und neue Wege zu bahnen.
Danach wird gefeiert!

FR 17.6. I 9 - 15 Uhr

Fortbildung für Lehrer_innen und Multipliktor_innen

BILDUNGSINITIATIVE QUEERFORMATVIEVLFALT
Vielfalt sehen! Vielfalt sichtbar machen!

In der Fortbildung geht es um grundlegendes Wissen zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Dabei werden Handlungsoptionen für die eigene pädagogische Praxis entwickelt. Wie sieht die Lebenssituation lesbischer, schwuler, bisexueller oder trans-geschlechtlicher Jugendlicher heute aus Wie kann ich auf Diskriminierungen reagieren? Welche Materialien/Übungen lassen sich in der pädagogischen Arbeit gut einsetzen? Das Seminar lebt von Reflexionsübungen und praktischen Beispielen.

Anmeldung unter Tel. 030-90277 6163, Museum@ba-ts.berlin.de

Für Schulen: Projekttage zur Werkschau »All Included«

Begleitend zur Ausstellung bieten wir Projekttage und Workshops für Schulklassen an. Denn in der Werkschau gibt es nicht nur viel zu entdecken, sondern auch viel zu tun. Erforscht die interaktiven Stationen und spielt mit verschiedenen Rollen. Macht den »Gender Check«, testet euer Wissen beim »Queeren Quiz«, entwerft androgyne Mode oder ein Ikon für geschlechtsneutrale Toiletten, versucht euch am Familien-Puzzle, stellt Fragen und gestaltet Slogans für eine (geschlechter)gerechte Zukunft ... Das Museumsteam steht euch dabei zur Seite.

Information und Anmeldung unter Tel. 030-90277 6163, Museum@ba-ts.berlin.de

SA 16.4. | 15 UHR, SO 22.5. | 14+16 UHR
SA 18.6. | 15 UHR, SO 17.7. | 15 UHR

Führungen »All Included – Die Werkschau«

Kinder und Jugendliche präsentieren die interaktive Ausstellung.

bis 9.5. | immer montags von 14–16 Uhr

Workshop: Typisch Mädchen, typisch Jungs – oder gibt es auch was dazwischen?

Jungs spielen Fußball, Mädchen spielen mit Puppen. Mädchen können gut lesen, Jungs sind gut in Mathe. Rosa ist die Farbe für Mädchen, Blau ist die Farbe für Jungs. Sicherlich habt ihr solche Sätze schon oft gehört. Aber stimmen sie wirklich? Begebt euch dazu auf Forschungsreise in unsere Ausstellungen »WUNDERKAMMERN-WUNDERKISTEN« und in die »VILLA GLOBAL«.

Findet heraus, was die Leute früher von Mädchen und Jungs erwarteten, und was sie heute denken. Seid ihr damit einverstanden? Zeigt es uns in einem Theaterstück! Am Ende gibt es dann eine Präsentation, zu der auch Eltern, Verwandte, Freund_innen und Lehrer_innen eingeladen sind.

Kooperationsprojekt mit der Sternberg-Grundschule

Der Nachmittagsworkshop wird bei Interesse auch für andere Grundschulen angeboten.
Anfrage: Museum@ba-ts.berlin.de

29.–31.3.+ 21.-.22.7. | jeweils 10–14 Uhr

Workshop: Rollencheck – Erweitere dein Spektrum

Rosa – eine Farbe für Jungs? Frauen in langen Röcken, die mit Kraft und Spaten die U-Bahn bauen? Erkunde die Vielfalt von Mädchen, Jungen, Frauen und Männern in der Geschichte und heute.
Probiere vor der Kamera unterschiedliche Rollen aus und erweitere dein Spektrum!

Dreitägiger Film-Workshop für Kinder von 10 bis 12 Jahren

In Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus und der Neumark Grundschule, gefördert im Rahmen des Programms »Soziale Stadt« vom Quartiersmanagement Schöneberger Norden

Nachmittagsprogramm donnerstags von 14:30–16 Uhr
3-tägige Ferienworkshops 29.–31.3.und 20.22.7. jeweils 10–14 Uhr

Queer History Month 2016

Am 30.11.2015 fand im Rahmen von »All Included« im Jugend Museum die Auftaktveranstaltung zum Queer History Month 2016 statt.
Mehr dazu unter: http://queerhistory.de/auftaktveranstaltung-queer-history-month-2016

Projektpartner

»All Included« zielt auf eine enge Kooperation von Museum und Schule, die sich »gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt« engagieren wollen. Deshalb starteten wir das Modellprojekt konkret mit sechs Partnerschulen aus Tempelhof-Schöneberg:

  • der Grundschule am Barbarossa-Platz
  • der Löcknitz-Grundschule
  • der Teltow-Grundschule
  • der Georg-v.-Giesche-Schule
  • der Gustav-Langenscheidt-Schule
  • dem Robert Blum Gymnasium.

Weitere Berliner Schulen beteiligen sich an einzelnen Workshops. Aktuell sind das die John-F.-Kennedy-Schule und die Richard-Grundschule.

Fachlich begleiten werden uns u.a.:

  • die Alice-Salomon-Hochschule Berlin, Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit
  • die Freie Universität Berlin, FB Geschichts- und Kulturwissenschaften, Didaktik der Geschichte; FB Erziehungswissenschaft und Psychologie, Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe und Arbeitsbereich Grundschuldidaktik
  • die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, FB 5 Gestaltung, Lehrgebiet Museumspädagogik / Kulturvermittlung

Weitere Kooperationspartner sind:

  • Bundesstiftung Magnus Hirschfeld/Archiv der anderen Erinnerungen
  • der LSVD Berlin-Brandenburg e.V.
  • die Bildungsinitiative QUEERFORMAT
  • das Quartiersmanagement Schöneberger Norden / Soziale Stadt
  • der Schöneberger Kulturarbeitskreis e.V.
  • MANEO - das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin
  • die Theatergruppe »Rosa Falten«
  • der Autor Volker Kutscher

Videofilm

Das Filmteam vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" hat uns zur Eröffnung besucht und einen kleinen Videofilm über das Modellprojekt und die Eröffnung der Werkschau gedreht, der auf der Webseite des Bundesprogramms und hier verlinkt zu sehen ist.

 

Presse

Pressekontakt
030 90277-6227/-6163
Presse-Museum@ba-ts.berlin.de

Downloads

Pressestimmen

Der Tagesspiegel, Printausgabe v. 14.4.2016 und Queerspiegel online: "Bunter als du denkst"

taz Berlin Print und online v. 14.4.2016: Gender für Kinder: Wann ist der Mann eine Frau?

Queerspiegel Tweet zum Besuch der Tagesspiegel Kinderreporter bei uns

Der Tagesspiegel vom 7.5.2016: Die Kinderreporter des "Kinderspiegel" sind begeistert:
"Man sollte doch heiraten, wen man liebt"

Männer Magazin online v. 8. Juni 2026: "Alle(s) inklusive. Berliner Schüler nähern sich wissenschaftlich dem queeren Leben"

 

Kontakt

Jugend Museum
Hauptstraße 40/42
10827 Berlin

Telefon 030 – 90277 6163 (Sekretariat)
Fax 030 – 90277 6329

Museum@ba-ts.berlin.de

www.jugendmuseum.de
www.museentempelhof-schoeneberg.de

Öffnungszeiten 
Sa-Do 14 bis 18 Uhr, Fr 9 bis 14 Uhr
Gruppen Mo-Fr 9 bis 14 Uhr (nach Voranmeldung)

Fahrverbindungen
U7: Eisenacher Straße; U4: Rathaus Schöneberg
S1: Julius-Leber-Brücke; S1, S41, S42, S45, S46: Schöneberg
Bus 104, 187, M48, M85 bis Haltestelle Albertstraße

Impressum

Veranstalter
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin

Abt. Bildung, Kultur und Sport
Fachbereich Kunst, Kultur, Museen
Jugend Museum | Schöneberg Museum

Hauptstraße 40/42
10827 Berlin


Ansprechpartnerin:
Petra Zwaka, Museumsleiterin

Tel. 030 - 90277 6163


Museum@ba-ts.berlin.de

www.jugendmuseum.de
www.museentempelhof-schoeneberg.de

Website: diegeisel und ZERA berlin

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Quellen: Disclaimer eRecht24